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Einführung zum Thema des Symposiums

Jeder Entwicklungsverlauf birgt das Risiko traumatischer Erfahrungen, die sowohl aus dramatischen Ereignissen (wie z.B. eigene schwere Krankheit, Verlust eines geliebten Menschen oder sexuelle Übergriffe) als auch aus einer schleichenden Akkumulation von Minimaltraumen (wie z.B. durch uneinfühlsame Beziehungsmodi, durch chronische Erkrankung eines Elternteils oder durch Entwicklungsstörungen, die meist soziales Scheitern nach sich ziehen) bestehen können. Psychodynamisch und psychoanalytisch ausgerichtete Interventionen sind wirksamer, wenn nicht nur der (klein-) kindliche oder jugendliche Patient Unterstützung erfährt, sondern wenn auch sein sozioemotionales Umfeld mit einbezogen wird. So, wie eine sichere Bindungsbeziehung die Auswirkungen traumatischer Erfahrungen mildert, so kann auch eine posttraumatische interaktive Reorganisation, in die die nahen Bezugspersonen intensiv mit eingebunden sind, die transgenerationale Weitergabe des Unglücks mit affektiven und somatischen Störungen verhindern helfen.


 
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